Sehenswürdigkeiten Vrsar
Die Region Vrsar bietet eine Vielzahl schöner Sehenswürdigkeiten, die wir Ihnen hier kurz vorstellen möchten:
Die Kirche des hl. Anton: Die in der zweiten Hälfte des 17. Jh. im Renaisance-Barock Stil erbaute Kirche befinden sich in der Nähe des romanischen Tors. Im Inneren der Kirche sieht man über dem hölzernen Altar ein sehenswertes Gemälde des Hl. Anton. Im Sommer finden in der Kirche Kunstaustellungen statt.
Die Kirche der heiligen Foska: Der Baustil der Kirche weist Merkmale aus der Ranaissance mit einigen Barockelemten auf. Die Fassade mit dem Portal aus der Renaissance ist sehr einfach. Neben dem Portal befinden sich zwei Fenster mit eisernen Gittern. Auf dem Kirchenturm, bis zur Beschlagnahme für Kriegszwecke im ersten und zweiten Weltkrieg, befanden sich zwei Glocken (eine aus dem 17. und eine aus dem 18.Jh) beide aus den Glockengiessereien Venedigs. Während des Weltkrieges wurde die Glocke mit der Aufschrift OPVS CASTELLIS (Castelis Werk) aus der venezianische Glockengiesserei der Familie Castelli (aus dem 18.Jh.) entfernt. Anstelle der entfernt Glocke wurde dann eine neue Glocke aufgehängt, gegossen in der Glockengiesserei Lapagna in Triest im Jahre 1922.
Das Hauptstadttor: Neben der Kirche der St. Foska befindet das östliche bzw. das Hauptstadttor des mittelalterlilchen Vrsars. Jahrhundertelang war das der Haupteingang in das mauernumgebene Städchen, das sich erst im 19. Jh. ausserhalb der Stadmauern verbreiten durfte (bis zum 19. Jh. befand sich ab und zu einsames Häuschen oder Kirchlein ausserhalb der Stadtmauern). Dieses romanische Tor stammt aus dem 13. Jahrhundert. Der halbkreisförmige romanische Bogen i9st sorgsam im Stein gemeisselt. Das Tor wurde einst durch eisenbechlagene Eichenholztür geschlossen. An der Türverkleidung an der Innenseite sind ein eisernen und ein steinerner Ring zu sehen, an denen die Holztorglügel befestigt waren. Das alles war einst Teil der Stadtmauer. Über dem Tor sind noch Bruchstücke der Stadtmauer zu sehen. An der Steinplatte oberhalb des Tores ist ein Relief mit einer Miniatur des hl. Markus (Symbol der Republik Venedig zu sehen).
Die Pfarrkirche des St. Martin: Die Pfarrkirche wurde auf dem Gelände gebaut, wo sich ehemalige Stadtmauern mit romanischen Toren befanden. Die Geschichte der Bauzeit ist sehr lang. Die Grundsteine wurden Anfang des 19. Jhs. (1804) gelegt. Der Bau wurde in der Zeit der französischen Okupation (1805-1813) fortgesetzt, danach lagen die Bauarbeiten jahrelang still. In der Zeit zwischen 1927 und 1935 wurden die Bauarbeiten vollendet und die Kirche beendet (während der Amtszeit des Pfar rers Josip Martinoli). Der Bischof von Porec Trifun Pederzolli hat am 19.III 1935 die neugebaute Kirche festlich geweiht (der lateinische Inschrift in der Kirche). Vor der Kirche liegen breite Treppen.
Die Sommerresidenz der Bischöfe von Porec: Neben der Pfarrkirche befindet sich ein monumentaler halbzerstörter Palast, der einst die Sommerresidenz der Bischöfe von Porec war. An dieser strategischen Stelle besassen die Bischöfe im 12. und 13. Jh. einen bescheidenen romanischen Palast. Im Laufe einiger Jahrhundrte war der ursprüngliche Palast ununterbrochen umgebaut und erweitert. Der heutige Palast ist eigentlich das Resultat der Umgestaltung des romanischen Kastells, die in der Zeitspanne vom 14. bis 18. Jh. ausgeführt wurde. Der Palast war befestigt und das ist der Grund, dass es in den alten Dokumenten unter dem Namen castrum (Befestigung, befestigtes Schloss) erwähnt wurde. Der Palast war von einer Verteidigungsmauer mit Schiesstürmen umgeben. Die Reste der Mauer sind bis zum heutigen Tag erhalten geblieben. Neben dem Palast sind auch zwei romanische Türme aus dem 13. Jh. erhalten geblieben. An der Südseite sind zwei schmale viereckige Türme - Beobachtungsstellen mit viereckigem Grundriss, auf denen Schiesslöcher sind. Die Fassade des linken Turmes ist ein Solarium (Sonnenuhr).
Das alte romanische Tor: Im Vergleich mit dem Hauptstadttor aus dem Mittelalter auf der Ostseite Vrsar ist dieses Tor kleiner und wird das kleine Stadttor genannt. Das Tor wurde in der zweiten Hälfte des 12. oder Anfang des 13. Jh. gebaut, damals wurde in istrischen Stätden im romanischen Stil gebaut und gemeisselt. Der Tor ist aus dreizehn Steinblöcken ziemlich präzise gemeisselt. Das Tor war ein Teil der Stadtmauern. Bis heute ist der Torflügel aus hartem istrischen Eichenholz erhalten geblieben.
Skulpturenpark Vrsar: Der international renommierte Bildhauer Dusan Dzamonjas hat in Vrsar einen eigenen Skulpturenpark errichtet. Hier finden sich eindrucksvolle Skulpturen aus Marmor. Geöffnet ist der öffentliche Skulpturenpark während des Sommers von Dienstag bis Sonntag (jeweils 9 bis 11 Uhr und 19 bis 21 Uhr).
Weitere Sehenswürdigkeiten in Vrsar und Umgebung finden Sie im Reiseführer für Kroatien.
Quellen: Mein-Kroatien.info, Istrien.info, Touristische Zentrale Kroatien

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